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August Baumgartner 1896 - 1960
August Baumgartner wurde am 13. August 1896 als 13. Kind einer Landwirtsfamilie in Landau an der Isar geboren. Die Mutter starb, als er 2-3 Jahre alt war.
Nach dem Besuch der Volksschule in Landau erlernte er das Dekorationsmaler-Handwerk.
Im Sommer 1914 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Während der Dienstzeit fertigte er viele Zeichnungen an.
1918 nach dem Krieg zog er nach München und arbeitete als Gehilfe in einem Dekorationsmalergeschäft. Ab Winter 1919/1920 besuchte er die Kunstgewerbeschule in München.
Am 11. Mai 1922 heiratete er. 1922 wurde eine Tochter, 1924 ein Sohn geboren.
1928 machte er sich in München mit einem Malergeschäft für Hausfassaden und Lüftlmalerei selbständig; 1929 Umzug in die Preysingstraße und Eröffnung eines Ladengeschäftes.
1939 wurde er wieder zum Kriegsdienst eingezogen, jedoch nach dem Angriffskrieg auf Polen wegen gesundheitlicher Probleme entlassen.
1943 fiel sein Sohn und am 17.12.1944 wurde das Haus und die Existenz der Familie in München durch einen Bombenangriff zerstört.
Wie viele andere "Ausgebombte" fanden Baumgartner und seine Frau Unterkunft in Kirchseeon (im Buchmayerhaus = Wasserburger Straße 13) und lebten von einer kleinen Rente und dem Verkauf von Landschaftsbildern, Porträts, Tierbildern etc. Eine erste Ausstellung seiner Bilder in Kirchseeon machte er 1949.
Am 19. Januar 1960 starb August Baumgartner. Er wurde im Ostfriedhof in München begraben.

Das Werk von Baumgartner ist handwerklich geprägt, er war bei Prof. Wahler geschult, widmete sich später bei Julius Dietz der Plakatmalerei, hospitierte dann an der Akademie für angewandte Kunst. Er sieht sich selbst stark durch Wilhelm Leibl beeinflußt. Leibl war der herausragende Vertreter der in der damaligen Münchner Atelierkunst fußenden "Tonigkeit". Die "tonige Malerei" erkennt die Wirklichkeit als eine unter der Einwirkung von Licht und Luft einheitlich gewordene "Tonharmonie". Wie Leibl bevorzugte Baumgartner das Einfache, weil es einen "vollen Blick in das innere der Persönlichkeit" erlaubt. Dies ist sein Leitmotiv bei seinen Landschaften und Blumenstillleben. Er bevorzugt solche Motive, bei deren Bearbeitung man das Eindruck hat, ins Bild hineingehen zu können. Motive für seine Öl- und Aquarellstudien, aber auch für größere Gemälde fand er in Kirchseeon und anderen Orten des Landkreises, wie Fürmoosen, Falkenberg, Moosach, Alxing, Pullenhofen. Auch der Starnberger See mit seinen Stimmungen gehörte zu seinen bevorzugten Motiven. Seine Blumen-Stillleben wurden von einigen Kunstverlagen verwertet, so ein Strauß Sonnenblumen, eine Vase mit Gladiolen, ein Amaryllis-Strauß. Das Motiv "Geranie mit Topf" gehört zu seinen besten am besten gelungenen Werken.


Eine Bitte: Wenn Sie im Besitz eines Bildes von August Baumgartner sind, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Photos des Bildes, die Entstehungsgeschichte und eine Information, wie Sie an das Bild gelangt sind, per email zusenden würden und die Erlaubnis zur Wiedergabe auf diesen Webseiten erteilen würden. Danke!


Bilder von August Baumgartner

Kirche St. Coloman in Kirchseeon Dorf, Öl

Das Bild wurde der Volksschullehrerin Frau Lucia Bembenek zu ihrer Pensionierung in den 50er Jahren von der Marktgemeinde Kirchseeon geschenkt. Das Bild trägt auf der Rückseite eine entsprechende Widmung. Das Bild ist im Privatbesitz.

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August Baumgartner: Kirche St. Coloman in Kirchseeon-Dorf, ca. 1950
Kirche St. Coloman in Kirchseeon-Dorf 2011
Kirche St. Coloman in Kirchseeon-Dorf, Ölgemälde, ca. 1950 Kirche St. Coloman in Kirchseeon-Dorf, Photo, 2011


Stillleben Äpfel mit Deckelkrügl, Öl

Das Bild ist in Galeriebesitz.
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August Baumgartner, Stillleben Äpfel mit Deckelkrügl, Kirchseeoner Zeit
August Baumgartner, Stillleben Äpfel mit Deckelkrügl, Rückseite
Stillleben Äpfel mit Deckelkrügl, Öl, undatiert, Kirchseeoner Zeit Rückseite


St. Gambrinus, Öl auf Holz

Das Bild ist nach Restaurierung im Besitz des Heimatkundevereins Kirchseeon
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August Baumgartner, St. Gambrinus, Öl auf Holz, Kirchseeoner Zeit
 
   


Landschaft bei Fürmoosen , Gde. Moosach, Öl

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Landschaft bei Fürmoosen , Gde. Moosach, Öl, Kirchseeoner Zeit
Landschaft bei Fürmoosen , Gde. Moosach, Öl, Kirchseeoner Zeit, Rückseite
Landschaft bei Fürmoosen , Gde. Moosach, Öl, undatiert, Kirchseeoner Zeit Rückseite


Stillleben Narzissen und Tulpen, Öl

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Stillleben Narzissen und Tulpen, Öl, undatiert
Stillleben Narzissen und Tulpen, Öl, Signatur
Stillleben Narzissen und Tulpen, Öl, undatiert, Rückseite ohne Anmerkungen  


Weißer Schnauzer, Öl auf Presspappe

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Weisser Schnauzer, Öl auf Presspappe, undatiert
Weisser Schnauzer, Öl auf Presspappe, Signatur
Signatur in Druckbuchstaben

Weisser Schnauzer, Öl auf Presspappe, rückseitiger Stempel
Rückseitiger Stempel
Weißer Schnauzer, Öl auf Presspappe, undatiert, Stempel auf Rückseite  


Haus am See, Öl auf Presspappe

Das Bild ist im Privatbesitz
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Haus am See, Öl auf Presspappe, undatiert
Haus am See, Öl auf Presspappe, Signatur
Signatur in Druckbuchstaben (besondere Schreibweise des "G")
Haus am See, Öl auf Presspappe, undatiert; bemerkenswert die Zusatzangabe "Mchn" in der Signatur, d.h. wohl aus seiner Münchner Zeit  


Mädchenbildnis "Monika", Öl auf Sperrholz

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Monika, Öl auf Sperrholz, Bild Nr. 208, undatiert
Monika, Rückseite Monika, Öl auf Sperrholz, Signatur
Signatur

Monika, Stempel auf der Rückseite
Stempel auf der Rückseite
Mädchenbildnis "Monika", Öl auf Sperrholz, Bild Nr. 208, undatiert (wer das Mädchen kennt, bitte melden)  


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